Hansjörg Schellenberger, Conductor & Oboist

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Die aktuelle CD

 

Das Schaffen von Franz Schubert ist oft von einer eigentümlichen Melancholie geprägt, umso überraschender ist die Erfahrung des musikalischen Ausdrucks in nahezu allen seinen Ouvertüren. Da begegnet uns eine unbeschwerte, ungetrübte Leichtigkeit des Seins, ein positives, fröhliches Fühlen, in dem wir Befreiung und seelische Öffnung erfahren, die eine gänzlich andere Seite des Genies Schubert zeigt: die starke Empfindung der Hoffnung und ungebremster Lebenskraft.

Der Bogen des Albums reicht von den frühen Versuchen über das Vorspiel zu Rosamunde bis zu der Komödie Der häusliche Krieg (D 787) und zu dem »Schmerzenskind« Fierabras, das letztlich der Pleite der Weber’schen Euryanthe zum Opfer fiel. Natürlich fehlen auch nicht die beiden vergnüglichen Kreationen, mit denen Franz Schubert sich deutlich über den Wiener Rossini-Taumel ausließ – seine beiden Ouvertüren »im italienischen Stil« sprudeln mit dem Selbstbewusstsein eines jungen Mannes dahin, der voller Lebensfreude das Erfolgsrezept des Kollegen kopiert, als wolle er seinen Zeitgenossen zurufen: »Schaut’s, des kann i aa«. So jedenfalls klingt es, wenn Hansjörg Schellenberger und die Berliner Symphoniker Rossinis Geist aus Schuberts Händen empfangen … Weitere Informationen


Aktuelle Meisterklassen

 

Die Landesakademie Ochsenhausen in Baden-Württemberg lädt zu einem Meisterkurs mit Hansjörg Schellenberger ein, einem der renommiertesten Oboisten und Lehrer seines Fachs. Der Kurs dauert vom 25. bis 29. Mai 2022 und soll talentierte junge Musiker auf zukünftige Konzert- und Wettbewerbssituationen vorbereiten. Der Schwerpunkt liegt auf der Instrumentaltechnik und stilistisch-interpretatorischen Aspekten. Neben dem klassischen Solorepertoire kann auch an kammermusikalischen Werken gearbeitet werden. Das Abschlusskonzert findet am Sonntag, 29. Mai 2022, um 11:00 Uhr im Rahmen des Musikfestivals Schwäbischer Frühling in Ochsenhausen statt.

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Sachrang im Chiemgau, Foto Joachim Brahms

Ein weiterer Meisterkurs findet vom 26. September bis 2. Oktober in Sachrang statt. Sachrang ist ein kleines idyllisches Bergdorf am Ende des Prientals zwischen Chiemsee und Kufstein, direkt an der Tiroler Grenze gelegen. Es lädt ein als Ort der Ruhe und Entspannung, zum Bergwandern oder auch zum Wintersport. Und natürlich ist es der perfekte Ort, um gemeinsam mit Hansjörg Schellenberger und Ramon Ortega Quero am Oboenrepertoire zu arbeiten! Weitere Informationen: www.musik-forum-sachrang.de


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Staatsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle und Prof. Hansjörg Schellenberger bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (Quelle StMWK)

Hansjörg Schellenberger hat sich im Laufe seiner langjährigen internationalen Tätigkeit auf vielen musikalischen Gebieten einen wohlklingenden Namen gemacht: als exzellenter Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker, als Ensemblegründer und Dirigent mit großer Orchestererfahrung sowie als überaus engagierter Pädagoge.

Der legendäre Jan Koetsier gab ihm Unterweisungen mit dem Taktstock, indessen Schellenberger – ganz nebenbei bemerkt auch ein studierter Mathematiker – sein späteres Hauptfach bei Manfred Clement lernte. Und so kam es, daß er kein ausschließlicher Oboist wurde: Jahrzehntelange Beobachtungen, Partiturstudien und hautnah auf dem Podium oder im Graben vorgenommene Interpretationsvergleiche schufen ihm die Basis für eine zweite Karriere, die schon längst internationale Kreise zieht.

Die Camerata Salzburg, das Spanische Nationalorchester, das Orchestra Verdi aus Mailand sowie das Orchestra della Svizzera Italiana, die Deutsche Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und viele andere hochkarätige Klangkörper begrüßen Hansjörg Schellenberger regelmäßig an ihrem Dirigentenpult.

Im Oktober 2013 wurde Hansjörg Schellenberger vom Okayama Philharmonic Orchestra zu seinem Chefdirigenten ernannt. Der ursprünglich auf zwei Jahre befristete Vertrag wurde zunächst bis 2019 und soeben auf Grund der außergewöhnlich erfolgreichen, vertrauensvollen Zusammenarbeit um weitere drei Jahre bis 2022 verlängert. Schellenberger ist designierter Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Berliner Symphoniker.

Auf mehr als fünfzig CDs hat der Künstler seine musikalische Tätigkeit bei allen großen Tonträgerfirmen demonstriert. 1997 Jahren gründete er überdies sein eigenes Label Campanella Musica, auf dem er selbst unter anderem mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven sowie mit einem französischen Barockprogramm und verschiedenen Werken moderner Klassiker vertreten ist.

2018 wurde Prof. Hansjörg Schellenberger das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland als leidenschaftlichem Kulturbotschafter Bayerns und Deutschlands in der Welt für seinen großen Beitrag zum wechselseitigen Verständnis zwischen den Nationen überreicht. Im Juni 2021 wird ihn Ihre Majestät Sofía de Grecia, Königin von Spanien (1975–2014), für seinen Einsatz an der Escuela Superior de Musica Reina Sofia auszeichnen.


Hansjörg Schellenberger beim Guangzhou Symphony Orchestra